Týnec n. Sáz.
Stvořidla
Betreffend den Namen des Flusses Sázava (Sasau), der sich durch die Region Posázaví schlängelt, gibt es zwei historische Meinungen. Eine wird von dem keltischen „sath-ava“ abgeleitet und bedeut der zwischen Kiefernwäldern fließende Fluss, die andere dann von dem slawischen „sad-jati“ und könnte als ein sich absetzender, ablagernder, viel Ablagerung mit sich bringende Fluss übersetzt werden. Dass der Fluss wirklich viele Ablagerungen, wie Lehm und Sand, mit sich bringt, kann man auch heute sehen.
Bereits am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Region an dem Fluss zu einer traditionellen Fremdenverkehrsregion, die die Anforderungen der Besucher an Ruhe, wunderschöne Natur und eine Menge Erlebnisse befriedigte. Zu einem Phänomen dieses Gebiets wurde das Tramping und anschließend der Kanusport.
Das Tramping wurde eine bürgerliche Volksbewegung, inspiriert durch die Liga der Waldweisheit bzw. durch die Woodcraft- und Scouting-Bewegung, die Pfadfinderei und das amerikanische Wilde Westen.
Die ersten tschechischen Tramps waren ältere Pfadfinder, denen die feste Ordnung ihrer Pfadfinderorganisation nicht mehr entsprach, die jedoch eine Beziehung zur Natur und zur Romantik hatten. Es war in den Jahren des ersten Weltkriegs. Die Bezeichnung Tramp wurde damals noch nicht verwendet, sie wurden wilde Scouts genannt.
Die Tramps entdeckten nach und nach die Natur in der südlichen Umgebung von Prag, insbesondere die Quellgebiete der Flusse Moldau und Sasau. In den Quellgebieten dieser Flüsse entstanden dann auch die ersten Siedlungen, nach dem Muster der Siedlungen bei der Besiedlung des Westens. Diese Blockhaussiedlungen verwandelten sich mit der Zeit in Erholungsgebiete für Wochenendaufenthalte.
Zum gleichen Zeitpunkt wie die Blockhaussiedlungen fingen Kanus und Kajaks an, am Fluss Sasau zum Vorschein zu kommen. Wassertouristik können sie an unserem Fluss in Hülle und Fülle genießen.